Erneuerbare Energien

Da Energie weder erneuert noch regeneriert werden kann, ist das Wortpaar „erneuerbare Energie“ sprichwörtlich ein „falscher Freund“. Die eigentliche „Erneuerung“ besteht darin, dass bei dem Prozess der Energiegewinnung bzw. der Umwandlung in Elektrizität keine begrenzten Ressourcen verbraucht werden.

Bei der Nutzung erneuerbarer Energien wird ein Teil dieser Energieströme „umgeleitet“, um sie für die Energieerzeugung zu nutzen, bevor sie dann wieder in den natürlichen Prozess eingegliedert werden.

Regenerative Energien wie Windenergieanlagen, Solarenergie, Wassekraft und Energie (auch primäre Energien genannt) aus Biomasse sind die großen Hoffnungsträger im Klimaschutz und dem Projekt der globalen Verringerung von Treibhausgasen.

Dennoch sind auch erneuerbare Energien nicht vollkommen CO2-frei. Bei der Rohstoffgewinnung, dem Bau der Kraftwerke sowie der Gewinnung organischer Brennstoffe wird CO2 freigesetzt.

Nichts desto trotz wird durch den Einsatz primärer Energien der Co2-Ausstoß in der Atmosphäre deutlich vermindert. Außerdem kann durch diese eine höhere Energieeffizienz bestehender durch fossile Brennstoffe betriebene Kraftwerke gewährleistet werden.
In diesem Kontext steht auch der Begriff der Nachhaltigkeit: Damit ist gemeint, dass der Mensch die  zu Verfügung stehenden Ressourcen nur in dem Maß beansprucht, wie sie sich auch wieder regenerieren können.

Der Prozess wird bei der Verwendung von Biomasse zur Energieerzeugung besonders deutlich: Die Sonne ist in der Biosphäre so gut wie für alle laufenden Prozesse ein fortwährender Energielieferant.  Durch diesen Prozess entstehen so genannte nachwachsende Rohstoffe erzeugen können. Diese nachwachsenden Rohstoffe können beispielsweise zu Heizzwecken durch eine gezielte Verbrennung genutzt werden, was quasi die Funktion der natürlichen Verrottung übernimmt. Bei diesem Prozess wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Biomasse der Atmosphäre vorher entzogen hatte.

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