Windenergie

Windenergie zählt zu den regenerativen Energien, denn Luftstrom gibt es immer und die Windenergie entsteht außerdem indirekt durch die Sonnenenergie.

Durch die ungleichmäßige Sonneneinstrahlung auf der Erdoberfläche entsteht in verschiedenen Sphären eine unterschiedliche Erwärmung der Atmosphäre und der Land- und Wassermassen.
Durch die entstehenden Temperatur- und Druckunterschiede geraten die Luftmassen in Bewegung. Auch die Erdrotation trägt zur Luftmassenzirkulation bei. Die Erdbahn bildet durch das Umkreisen der Sonne eine Rotationsachse. Dessen Schiefstellung zur Erde trägt wiederum zu den jahreszeitlichen Luftströmungen bei (besser bekannt als Hoch- und Tiefdruckgebiete)

Neben globalen Strömungen sind auch lokale Einflüsse für die Winderzeugung verantwortlich. Tagsüber erwärmt sich das Land beispielsweise schneller als das Wasser, was mit den verschiedenen Wärmekapazitäten von Wasser und Land zusammenhängt. Durch die Druckunterschiede weht dann am Tag der Wind von Wasser auf Land. In der Nacht wiederum kühlen die Landmassen schneller wieder ab und es kommt zu dem gegenteiligen Effekt.

In Windkraftanlagen wird die mechanische Energie des Luftstroms genutzt, um sie in elektrische Energie umzuwandeln. Die dadurch gewonnene Energie wird dann in das Stromnetz eingespeist.

Schon gegen Ende des 19 Jahrhunderts war man sich des Potentials von Wind bewusst und begann mit der Nutzung von Windmühlen zum Mahlen von Getreide. Die Energiegewinnung durch Windanlagen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, da aus Gründen des Umweltschutzes und knapper werdender Rohstoffe Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien immer gefragter wird.

Windanlagen lassen sich in allen Klimazonen zur Energiegewinnung einsetzen – egal ob auf dem Festland oder auf der See. Da Windkraftanlagen einen direkten Zugang zum Netz der Stromerzeuger besitzen, kann die so gewonnene Windenergie direkt in das Stromnetz eingespeist werden.
Aufgrund der starken Schwankungen, was die Windkraft angeht, kann Windenergie nur in Verbindung mit anderen Energiequellen genutzt werden. Da an manchen Tagen der Wind so stark bläst, dass die komplette Energie gar nicht in das bestehende Stromnetz eingebunden werden kann, ist die Effizienz von Windanlagen nicht ganz optimal. Es besteht aber dennoch die Möglichkeit mithilfe von Druckluftspeicherwerken die Windenergie zu speichern.