Konventionelle Energien

Die Diskussion über den bereits beschlossenen Atomausstieg nimmt nicht ab und täglich häufen sich die Berichte über einen möglichen“ Ausstieg vom Atomausstieg“. Selbst über einen Neubau von Kernkraftwerken wurde bereits laut nachgedacht. Die Ankündigungen massiver Strom und Gassteigerungen geben insbesondere Verbrauchern, die eh schon unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten zu leiden haben, Anlass zur Sorge.

In der Politik wird derzeit über Einsparmöglichkeiten sowie die Einführung von Sozialtarifen für Erwerbslose und Geringverdiener nachgedacht. Es scheint jedoch als würde diese Thematik zunehmend für den Wahlkampf instrumentalisiert werden und es den Politikern weniger um einen wirklichen Verbraucherschutz als um den Gewinn der potenziellen Wählerschaft gehe.

Das Öko-Institut sowie die Verbraucherzentrale des Bundesverbands kommen nach einer detaillierten Analyse allerdings zu dem Ergebnis, dass die Effekte einer Laufzeitverlängerung deutscher AKWs stark überschätzt werden. Die Ersparnis belaufe sich bei einem Durchschnittshaushalt monatlich auf gerade einmal 12 Cent. Mit dem Austausch einer 60-Watt Glühbirne durch eine Energiesparlampe könnte dabei monatlich sogar noch mehr Stromkosten gespart werden.

In Anbetracht dieser Tatsachen sollte nicht weiter „Energie darauf verschwendet“ werden, über eine Laufzeitverlängerung von Atommeilern oder gar über den Neubau von Atomreaktoren zu diskutieren, sondern sich auf die Förderung und Entwicklung regenerativer Energien konzentriert werden.  Ökostrom stellt bereits jetzt eine gute und zuverlässige Alternative zu Atomstrom dar und ist mittlerweile nicht nur von Ökostromanbietern zu beziehen. Mittlerweile bieten auch große Energiekonzerne für Ihre Kunden Ökostrom an.

Gewonnen wird der Ökostrom bisweilen aus Wasserkraft, Windkraft, Biomasse und Sonnenenergie. Ökostrom setzt sich aus fossilen Brennstoffen, aus erneuerbaren Energien und aus Kernspaltung zusammen und ist somit als Strommix zu bezeichnen. Der produzierte Ökostrom fließt dabei in das gemeinsame Stromnetz (in den so genannten „Stromsee“) aller Stromversorger. Durch die Ökostromproduktion erhöht sich also der Anteil erneuerbarer Energien im Gesamtstromnetz.

Für den Wechsel zu einem Ökostromanbieter bzw. zu einem Ökostromtarif kann man im Internet den Service des Ökostromrechners zu Nutze machen. Schnell, unverbindlich und vor allem kostenlos berechnet der Tarifrechner den günstigsten Ökostromanbieter. Dazu muss vorab nur eingestellt werden, dass ausschließlich ein Vergleich von Ökostromtarifen durchgeführt werden soll und im Anschluss die Postleitzahl und der jährliche Gesamtverbrauch an Strom in das entsprechende Feld eingetragen werden.

Wer ein Zeichen setzen möchte und die Diskussion über den längst beschlossen Atomausstieg auch leid ist, sollte in jedem Fall die im Internet kostenlos zur Verfügung gestellten Rechner zu Rate ziehen.