Wireless Strom in der Entwicklung

Wireless Lan, Wireless Headset, Wireless Mouse – der Kabellos-Trend ist nicht mehr aufzuhalten!
Nun gibt es also auch Wireless Strom. Doch wie darf man sich das bitte vorstellen?
Derzeit gibt es zwei Techniken, die eine kabellose Stromversorgung möglich machen:

1. eine auf Induktion basierende Folie, auf dessen Fläche elektonische Geräte platziert werden können und bis zu 100 Watt Strom beziehen können

2. Energieübertragung durch die Luft über elektromagnetische Felder

Die Folientechnologie ist eine Entwicklung von Takao Somea, die den Vorteil besitzt, dass nur die Fläche der Folie Energie abgibt und das zu versorgende Gerät also nur an der entsprechenden Stelle platziert werden muss. Die Folie lässt sich praktisch unter Teppichen oder Tapeten anbringen. Das Gerät muss lediglich mit einer entsprechenden Spule bzw. Ladeeinheit ausgestattet sein, damit es ohne die herkömmliche Kabelverbindung Strom beziehen kann.

Dadurch wird nicht nur der lästige Kabelsalat umgangen, sondern auch Strom gespart, da ja nicht die komplette Folien-Fläche, sondern nur die von dem jeweiligen Gerät in Anspruch genommene Fläche mit Strom versorgt werden muss. Darüber hinaus gäbe es durch diese Technologie keinerlei gesundheitliche Risiken.

Das Neuartige an dieser Technik ist vor allem, dass sie tatsächlich in allen Räumen funktionsfähig und für alle elektronische Geräte genutzt werden kann. Das so genannte „Power Sheet“ der Übertragungsfolie besteht aus zwei aufeinander liegenden Blättern. Das eine Blatt erkennt die Position des zu versorgenden Geräts und das andere ist für die Energieübertragung zuständig. Bis dato ist diese Form der Technik aber noch nicht sicher genug als dass sie problemlos eingesetzt werden kann. Die technische Einschränkung liegt in den Halbleitern und Elektroden, die nach ein paar Monaten durch Luft und Feuchtigkeit angegriffen werden und dadurch ihre Charakteristik verändern.

Nach Angaben des Herstellers kann es noch fünf Jahre dauern, bis die auf Induktion basierende Energieübertragung voll ausgereift ist.

Die Energieübertragung durch die Luft liegt derzeit in den Händen des Physikers Marin Soljacic. Das Verfahren der Elektrizitätsherstellung über elektromagnetische Felder wurde bereits erfolgreich an einer 40 Watt Glühbirne getestet und soll künftig auch zur Energieversorgung mobiler Geräte wie Handys und Notebooks genutzt werden können. Allerdings müssen die Endgeräte über eine spezielle Technik verfügen, die die Energieübertragung über das elektromagnetische Feld überhaupt erst ermöglicht.