Stromsparen beim Waschen

„Wir können nur billig“ – so lautet der Slogan eines bekannten HiFi- und Elektronikherstellers. Doch dass billig nicht gleich gut bedeutet, dürfte unlängst  hinreichend bekannt sein.
Was der Konsument beim Kauf eines neuen Haushaltsgeräts in Zeiten steigender Energiekosten beachten sollte, ist natürlich nicht nur der Kaufpreis , sondern vielmehr die Energieeffizienz des neuen Elektrogeräts.

Seit 1994 sind Hersteller elektronischer Geräte dazu verpflichtet, die Energieeffizienz in Form eines Eurolabes anzugeben. Zu den auszuweisenden Geräten zählen bisweilen Elektroöfen, Geschirrspüler, Kühl- und Gefriergeräte, Lampen, Waschmaschinen, Wäschetrockner und Klimaanlagen.
Die Eurolabel Spezifikation soll Kunden ermöglichen, die technische Qualität eines Geräts auf den ersten Blick erkennen zu können. Besonders stromsparende Geräte erhalten das „Gütesiegel A“. Die schlechteste Auszeichnung, die ein Gerät in Bezug auf den Stromverbrauch bekommen kann, ist „G“.

Es gilt also abzuwägen, ob man beim Kauf einer neuen Waschmaschine nach dem Prinzip „Geiz ist geil“ verfährt oder vielleicht doch mit dem teureren Gerät, das mit besserem Eurolabel versehen ist, längerfristig besser beraten ist. Der Betrag, den man beim Kauf eines billigeren Produkts einspart, macht sich nicht  selten auf der nächsten Stromrechnung bemerkbar.

Eine Waschmaschine, die mit dem Eurolabel A versehen ist, werden bei einem Baumwollwaschgang bei 60 Grad maximal 0,19 Kilowattstunden pro Kilogramm verbraucht. Eine Maschine mit der Einstufung B verbraucht bei dem gleichen Programm zwischen 0,19 und 0,23 Kilowattstunden. Ein Waschmaschine mit der Klassifizierung C hingegen benötigt zwischen 0,23 und 0,27 Kilowatt/Stunde.
Heutzutage gibt es kaum mehr Geräte, die eine schlechtere Einstufung als B besitzen. Da die Energieeffizienz solcher Geräte stetig verbessert wird, wurde die Klasse A sogar um A+ und A++ erweitert.

Prinzipiell ist festzuhalten, dass sich die Anschaffung einer neuen Waschmaschine gegen eine über 15 Jahre alte Maschine auf jeden Fall eine finanzielle Erleichterung darstellt. Geräte aus den 80 und 90er Jahren verbrauchen nicht nur unverhältnismäßig viel Strom, sie sind auch regelrechte „Wasserschlucker“. Ein Vergleich des Instituts für Haushaltstechnik in Bonn ergab, dass derartige Geräte über 100 Liter pro Waschgang verbrauchten, während Maschinen neueren Baujahrs durchschnittlich nur 40 bis 50 Liter benötigten.

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